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WAZ-Fanpost - Länderspiele, ein Saisonstart und zwei Ri(e)dles

Liebe Leserinnen und Leser, im Homeoffice zu arbeiten, hat manchmal sehr praktische Vorteile. Man ka
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Liebe Leserinnen und Leser,

im Homeoffice zu arbeiten, hat manchmal sehr praktische Vorteile. Man kann zum Beispiel Handwerker empfangen und sie ihre Arbeit machen lassen, während man selbst die Themen des Tages abarbeitet – Ridle Baku, die Niederlage der VfL-Frauen bei den Bayern, die Aussichten der VfL-Männer am Samstag auf Schalke. So bekam der Mann, der am Mittwoch meine Fenster vermessen hat, natürlich mit, was ich beruflich mache. Und als alle Fenstermaße notiert waren, stellte er mir darum die Frage aller Fragen: „Und? Was sagen Sie zu gestern?“

Mit „gestern“ war das 0:6 gemeint, dieses denkwürdige Länderspiel in Spanien, die zweithöchste Niederlage in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft. Meine Antwort war kaum mehr als ein Achselzucken – denn auch wenn es zu unserem Job gehört, Dinge möglichst schnell und möglichst gut erklären zu können, war ich überfordert. Klar war nur: Um das Thema kommt man nicht drum herum, egal mit wem man an dem Tag gesprochen hat. Ex-Nationalspieler Karl-Heinz Riedle etwa sagte mir, dass er Jogi Löw immer noch für einen Top-Trainer hält. Und etwas später verriet mir VfL-Manager Jörg Schmadtke, dass er sich das Spiel nicht bis zum Ende angeschaut hat, weil es „zu schmerzhaft“ war. Und er warnte vor allzu hektischen Trainerdiskussionen – auch weil er eine solche beim VfL gerade hinter sich hat.

Dass Länderspiele zu Corona-Zeiten eine eher schlechte Idee sind, hatte Schmadtke bereits vor Wochen im SPORTBUZZER und in der AZ/WAZ kritisiert. Der sportliche Wert ist fragwürdig, das Infektionsrisiko höher als im nationalen Liga-Spielbetrieb – auch der VfL hat einen neuen Corona-Fall. Mittlerweile sind immer mehr Verantwortliche seiner Meinung – allen voran DFL-Chef Christian Seifert. Und er hat gute Argumente – einerseits. Wenn die Länderspiele so ausgehen wie dieses 0:6 (das sich mein Fensterbauer übrigens auch nicht erklären konnte), hat man wenigstens mal wieder ein anderes Gesprächsthema als Corona…

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir nicht darüber gesprochen, WIE Fußball gespielt wird, sondern OB Fußball gespielt wird. Diese Diskussion hat auch das deutsche Eishockey jetzt hinter sich – mit dem für die Fans erfreulichen Ergebnis, dass es eine DEL-Saison geben wird. Sie wird anders als alle anderen, in einer Sportart, die mehr als jeder andere Profi-Sport in Deutschland eigentlich davon abhängig ist, dass Zuschauereinnahmen generiert werden. Dass es die Grizzlys und die anderen DEL-Klubs trotzdem irgendwie hinbekommen wollen, verdient Respekt.

Was war sonst? Unsere Themen der Woche:

Naldo über eine Rückkehr nach Wolfsburg: "Man weiß nie, was die Zukunft so bringt..."
Wolfsburg-Neuzugang Philipp über Moskau, Millionen und Frechheiten in der Pubertät
Riedle über Ridle: "Ich finde ihn als Spieler richtig gut"
Bitter: Judo-EM ist für Scoccimarro schon vorbei
Brome-Kapitän Riaan Schmidt: Viel Zeit am Schreibtisch und "blödeln" mit dem Team
Überraschung beim Wolfsburg-Training: VW-Boss kam mit dem "Batmobil"
Mein Satz der Woche:

„Den Eurosport-Player hatte ich nicht, die paar Spiele im Jahr waren mir den Fünfer pro Monat echt nicht wert. “
VfL-Profi Maximilian Philipp im AZ/WAZ-Interview

Ich wünsche Ihnen eine sportliche Woche!
Andreas Pahlmann
AZ/WAZ-Sportredaktion 
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