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WAZ-Fanpost - DFB-Pokal-Auslosung und US-Sport

Liebe Leserinnen und Leser, ...natürlich schauen auch wir gebannt auf das Spiel des VfL Wolfsburg a
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Liebe Leserinnen und Leser,

…natürlich schauen auch wir gebannt auf das Spiel des VfL Wolfsburg am Samstag in Augsburg. Immerhin geht es darum, den dritten Bundesliga-Platz zu verteidigen und die beeindruckende Serie von gegentorlosen Spielen auszubauen. Ich muss aber zugeben, dass ich mit fast noch mehr Spannung auf den frühen Sonntagabend schaue. Denn machen wir uns nichts vor: Damit aus der bisher guten DFB-Pokal-Saison des VfL eine sehr gute wird, braucht es auch ein bisschen Losglück. Vielleicht sollte man sogar noch weitergehen und sagen: Es hängt sehr viel vom Losglück ab. Denn wenn man die vergangenen Jahre betrachtet, stellt man fest: Pokalspiele, in die der VfL als Favorit gegangen ist, hast er meistens gewonnen. Und wenn er Außenseiter war, hat er gegen Bayern oder Leipzig verloren. Segler Boris Herrmann wird die Kugeln ziehen, ich drücke die Daumen für ein Wolfsburger Heimspiel gegen Regensburg oder Kiel und wünsche mir, dass sich andere mit Leipzig, Dortmund oder Mönchengladbach rumärgern müssen.
Als der VfL 2015 den DFB-Pokal holte, trat er auf dem Weg ins Finale in Darmstadt, gegen Heidenheim, beim damaligen Zweitliga-Neuling Leipzig, gegen Freiburg und in Bielefeld an. Das waren, wenn man ehrlich ist, allesamt keine Kracher-Gegner. Niemand hat in Wolfsburg etwas dagegen, wenn es ähnlich läuft – und wenn Ex-Trainer Dieter Hecking Recht behält. Der damalige Pokalsieger-Macher hat unserem Kollegen Engelbert Hensel verraten, wie er den VfL heute sieht. Und er traut ihm einiges zu.
Was ist wem zuzutrauen? Das ist eine Frage, die ich auch Marcel Schäfer gestellt habe. Allerdings ging es dabei nicht um Fußball, sondern um American Football. In Tampa im Südwesten Floridas wird in der Nacht auf Montag der Super Bowl ausgetragen. Auf der anderen Seite der Bucht von Tampa, der „Tampa Bay“, um die sich die Großstädte Clearwater, St. Peterburg und Tampa reihen, hat Schäfer nicht nur eineinhalb Jahre lang bei den Rowdies Fußball gespielt, er hat dort auch viel gelernt, sich Baseball, Eishockey und Football-Klubs angeschaut, ihre Strukturen, ihre Philosophien. Auch bei den Tampa Bay Buccaneers, dem Endspiel-Gegner der Kansas City Chiefs, war er oft zu Gast. Welche Eindrücke er mitgebracht hat, hat er mir verraten. Unser Kollege Benno Seelhöfer hat sich zudem bei den Fachleuten vor Ort, dem Football-Team der Wolfsburg Blue Wings, zum Thema Super Bowl und zum Duell der Super-Quarterbacks Tom Brady und Patrick Mahomes umgehört.
Ich selbst, berufsbedingt ohnehin eher ein Nachtmensch, verfolge die NFL bereits seit Jahren einigermaßen intensiv – am Fernseher. Was mit einem Problem zu tun hat: Wenn man sein Hobby zum Beruf machen durfte, in meinem Fall: Fußball schauen, dann fehlt einem das Hobby irgendwann. Bundesliga-Spiele kann ich darum selbst im Urlaub oder an einem freien Wochenende nicht völlig entspannt genießen, weil ich gar nicht verhindern kann, dabei auch an die Arbeit zu denken. Was ich darum genieße, sind US-Sport-Übertragungen – Football, Eishockey – und die Champions League, die in der kommenden Woche unter erschwerten Bedingungen weitergeht. Dass die Königsklasse in der nächsten Saison womöglich wieder zu den Dingen gehört, mit denen ich mich beruflich beschäftigen muss, ist allerdings sehr okay. Für entspanntere Stunden vorm Fernseher habe ich dann ja immer noch die Detroit Red Wings und die New Orleans Saints, auch wenn die zuletzt deutlich erfolgloser waren als der VfL.
Nicht mehr ganz so erfolglos wie in den Wochen zuvor waren die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg, bis sie vom Virus ausgebremst wurden. Zwei Covid-19-Fälle, Team-Quarantäne, zwei Spiel-Absagen. Warum das DEL-Team nicht spielen darf, während die Fußballer des VfL trotz mehrerer Corona-Infektionen im Team stets kicken durften, ist eine spannende Frage – auf die es allerdings plausible Antworten gibt, wie unser Kollege Jürgen Braun von der zuständigen Dezernentin der Stadt erfahren hat. Was mich nebenbei besonders beeindruckt hat: An dem Abend, an dem die Grizzlys gegen Köln hätten spielen sollen, trafen sich gleich 24 (!) Eishockey-Cracks beider Klubs online, um zusammen auf der Playstation „Call Of Duty“ zu zocken. Und immerhin dort ging der Wolfsburger Eishockey-Aufwärtstrend weiter…

Was war sonst? Unsere fünf Themen der Woche:

Bevor Khedira kam: Hertha wollte Wolfsburgs Guilavogui!
Wolfsburgs Flügelflitzer Brekalo im Leistungs-Loch: "Er setzt sich manchmal zu viel unter Druck"
Schult muss sich erst mal hinten anstellen: Wolfsburgs Fußballerinnen starten gegen Potsdam
Extra-Training braucht er nicht: Dieser Kapitän läuft im Supermarkt täglich bis zu 15 Kilometer
Nach der Saison ist Schluss: Drangmeister hört als Coach von Bezirksligist Ummern auf
Mein Satz der Woche:

 „Ich bin nicht für die Bank geboren.“
Nils Wehmann, Kapitän der SG Vollbüttel/Ribbesbüttel

Ich wünsche Ihnen eine sportliche Woche!
Andreas Pahlmann
AZ/WAZ-Sportredaktion
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